In der M&A-Branche stellt sich die Frage, ob eine besondere Betrachtung der Rolle der Frau notwendig ist, da der Bereich durch eine stark männlich geprägte Kultur dominiert wird. M&A wird oft als männlich wahrgenommen, nicht nur aufgrund der überwiegenden Präsenz von Männern, sondern auch durch Werte und Verhaltensweisen, die als traditionell männlich gelten, wie Aggressivität und Ergebnisorientierung. Frauen fühlen sich oft ausgeschlossen und müssen sich häufig stärker beweisen. Eine Interviewstudie untersucht die besonderen Herausforderungen und Erfolge von Frauen im M&A und zeigt, dass ihre Präsenz andere Frauen inspiriert und ein inklusiveres Arbeitsumfeld schafft.
Frauen stehen in diesem Bereich vor der Herausforderung, sich in einem projektbasierten und zeitintensiven Umfeld zu behaupten, besonders wenn sie Familie und Beruf vereinen möchten. Viele Unternehmen und Teams reagieren skeptisch auf Frauen in Elternzeit oder Teilzeit, was den Spagat zwischen Karriere und Familie erschwert. Erste Erkenntnisse der Studie zeigen, dass Diversität und ein Perspektivenwechsel nicht nur Frauen, sondern auch Männer im M&A-Bereich bereichern können. Ein offener Austausch und das Überdenken mentaler Modelle können helfen, eine gerechtere und inklusivere Arbeitswelt zu schaffen.
Der Artikel wurde in der September-Ausgabe 2024 der M&A Review publiziert.
